Neue Entwicklung

Vor 38 Jahren in Paderborn verschwunden: Suche nach damals Zweijähriger führt ins Ausland

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Bereits im Jahr 2018 wurde der Fall in Deutschland erneut untersucht - doch jetzt führt die Spur nach England.

Vor 38 Jahren verschwand eine zweijährige Britin in Paderborn in einem Einkaufszentrum. Noch immer ermittelt die Polizei - und die Spur führt ins Ausland.

Paderborn/Hartlepool - Für die Eltern ist das wohl der größte Horror: Das eigene Kind verschwindet in einem fremden Land. Viele dürften bei diesen Zeilen an Maddie McCann denken, doch es gibt auch noch weitere spektakuläre Vermisstenfälle, die auch Jahrzehnte später nicht aufgedeckt sind. 

So zum Beispiel auch der Fall rund um Katrice Lee aus England, die mit nur zwei Jahren in Paderborn in einem Einkaufszentrum verschwand. Doch auch 38 Jahre nach dem Verschwinden des kleinen Mädchens, ist dieser Vermisstenfall nicht zu den Akten gelegt. 

Vermisste Katrice Lee: Spur führt aus Deutschland nach England

Doch die Spuren der kleinen Katrice führen aus Deutschland weg. Erst im Frühjahr 2018 hatte die britische Militärpolizei noch einmal vor Ort in Paderborn ermittelt, war aber nach damaliger Aussage zu keinen neuen Erkenntnissen gekommen. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung: Im südenglischen Swindon ist eine Person festgenommen worden, wie owl24.de* berichtet.

Zwar ist das Mädchen im November 1981 in Paderborn verschwunden, aber kürzlich wurde im Südwesten eine Person festgenommen. Doch diese Spur führte ins Leere, der verdächtigte Ex-Militärangehörige ist wieder auf freiem Fuß. Die Suche geht nach aktuellem Stand in der britischen Stadt Swindon weiter, berichtet die britische Nachrichtenagentur PA. Weitere Details zu den laufenden Ermittlungen sind aber nicht bekannt.

Eltern des in Paderborn verschwundenen Mädchens - „durch die Hölle gegangen“

Das Kind eines britischen Soldaten war im November 1981 an seinem zweiten Geburtstag in einem Paderborner Einkaufszentrum verschwunden - und trotz großer Suchaktion von Militär, deutscher Polizei und Bevölkerung nicht wieder gefunden worden.

„Wir sind in den vergangenen 38 Jahren durch die Hölle gegangen“, erzählt der Vater dem britischen Mirror nach der Festnahme des ursprünglich Verdächtigen. „Wie alle Eltern von vermissten Kindern hoffen wir auf ein glückliches Ende.“ Dies sei aber nicht sicher. „Wir hoffen einfach darauf, zumindest Antworten zu bekommen.“

Eine Antwort könnten sie auch noch nach all dieser Zeit bekommen. Erst kürzlich wurde ein Vermisstenfall in Kanada gelöst - und das nach sage und schreibe 27 Jahren. Andere Fälle sind dahingegen noch offen. So ist ein Berliner seit 20 Jahren spurlos verschwunden, jetzt wurden zwei Männer festgenommen. 

Kürzlich als vermisst gemeldet wurde der 23-jährige Hubertus K. aus München. Er verschwand nach einer Nacht in Heidelberg.

dpa

*tz.de und owl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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