Gehweg-Sex: Paar muss zahlen

An der Ecke Leopold-/Franzstraße liebte sich das Pärchen
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An der Ecke Leopold-/Franzstraße liebte sich das Pärchen

München - Sex kann teuer sein - nicht nur im Bordell. Das mussten zwei Münchner erfahren, die sich im Oktober letzten Jahres auf offener Straße vor Publikum geliebt hatten.

„Wo kein Kläger, da kein Richter“, sagt der Volksmund. Und meint damit, dass man hier und auch mal ein Auge zudrücken könnte. In

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diesem Fall konnte der Gesetzgeber scheinbar nicht. Und so hatte sich das Münchner Amtsgericht kürzlich mit einer Erregung öffentlichen Ärgernisses zu beschäftigen, das die beiden Hauptakteure ziemlich teuer zu stehen kam. Der Sündenfall geschah in der Nacht zum 24. Oktober in Schwabing. Genauer gesagt an der Kreuzung Leopold-/Franzstraße.

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Da wurde eine Polizeistreife nachts um 3.45 Uhr auf eine für diese Zeit ungewöhnliche Menschentraube aufmerksam. Im Zentrum des Interesses lehnte an der Hauswand ein Pärchen, das die Welt um sich herum vergessen hatte und der Lust freie Bahn ließ – angefeuert und kommentiert von allerhand vergnügten, keineswegs geschockt wirkenden Zuschauern. Die Polizei beendete den Quickie, schickte die Zuschauer heim und dem Pärchen eine Anzeige. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernissen wurde die Hausfrau (24) und der Arbeiter (22) nun vom Amtsrichter zu 700 bzw. 1050 Euro Strafe verdonnert.

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Bleibt die Frage: Wen hat diese Erregung zu nachtschlafener Zeit mitten im Partyviertel eigentlich öffentlich geärgert? Die Passanten wohl kaum. Für die war das ganze eher ein großer Spaß. Die Polizisten auch nicht. Die sehen weitaus Schlimmeres und machen nur ihren Job. Und auch der Richter fühlte sich wohl kaum persönlich betroffen. Ob die Liebe der beiden den Sturm im Wasserglas überlebt hat, ist übrigens nicht überliefert.

Dorita Plange

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