Prostituierten-Schutzgesetz

Verschäfrte Bordell-Regeln: Den Aufpreis zahlt der Freier

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Ab 1. Juli ändert sich vieles in den Bordellen der Bundesrepublik.

München - Kondompflicht, Huren-Ausweis und Notfallknöpfe: Die neuen Regeln für das älteste Gewerbe der Welt klingen eigentlich sinnvoll. Doch in der Branche stoßen sie trotzdem auf Ablehnung.

Ab dem 1. Juli ändert sich so einiges im Rotlicht-Milieu: Für Prostituierte gilt dann eine Anmeldepflicht. Heißt: Sie müssen ihre Tätigkeit bei den Behörden anzeigen, bevor sie anschaffen gehen dürfen, erklärt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seiner Homepage. Bereits aktive Prostituierte haben noch bis 31. Dezember Zeit, um sich anzumelden. Zudem müssen Prostituierten diese Bescheinigung stets dabei haben, falls eine Kontrolle ins Huren-Haus kommt. Auch eine gesundheitliche Beratung müssen die Frauen vorher wahrnehmen. Dafür bekommen sie bei der Behörde aber auch Informationen:

  • zur Rechtsstellung von Prostituierten
  • zur Krankenversicherungspflicht
  • zur Steuerpflicht
  • zu gesundheitlichen und sozialen Beratungsangeboten 
  • zur Erreichbarkeit von Hilfe in Notsituationen

Schützt das neue Gesetz wirklich?

Dadurch soll zum einen sichergestellt werden, dass die Prostituierten nicht zu ihrer Arbeit gezwungen oder ausgebeutet werden. Auch Menschenhandel und Gewalt im Milieu sollen so bekämpft werden. Klingt eigentlich alles ganz sinnvoll. Doch viele Frauen der Branche sehen genau den gegenteiligen Effekt: Im Gespräch mit dem Online-Portal Tag24.de meint die Prostituierte Mandy aus Dresden: „Mädchen, die sich nicht anmelden können, werden mehr denn je zu Opfern“. Sei es, weil sie ihre Daten nicht hergeben wollen oder weil sie Angst haben, dass ihre Familien angeschrieben werden, um Zwangsprostitution ausschließen zu können.

Den Aufpreis zahlt der Freier

Auch Bordell-Betreiber stellt das neue Gesetz vor große Schwierigkeiten. Manche müssen die Zimmer nun mit Notfallknöpfen ausstatten, getrennte Duschen anbieten, Aufenthalts- und Pausenräume, Schließfächer und getrennte Arbeits- und Schlafräume. Das geht ins Geld, nicht nur für die Betreiber. Wegen den verschärften Auflagen wollen viele ab Juli die Preise erhöhen - Mandy beispielsweise um 20 Prozent.

Bleibt noch die Kondompflicht. Auch hier sieht der Gesetzgeber zukünftig eine schärfere Regelung vor. Auf jedem Zimmer des Bordells müssen Gummis, Gleitmittel und Hygieneartikel bereitstehen. Sollte ein Kunde kein Kondom benutzen, droht ihm eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Bleibt die Frage: Wer kontrolliert, ob ein Freier wirklich das Präservativ übergestülpt hat?

ps

Quelle: lust-tz

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