Ungewollte Schwangerschaft

Sex in der Badewanne hilft? Verhütungsmythen im Check

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Sex in der Badewanne kann romantisch sein, ist aber keine Verhütungsmethode.

Kaum zu glauben, dass sich so manche dubiose Verhütungsmethoden immer noch halten. Doch eine ungewollte Schwangerschaft lässt sich damit nicht verhindern.

Hilft Sex im heißen Badewasser wirklich dabei, nicht schwanger zu werden? Und wie ist es mit der Fruchtbarkeit während der Periode? Hier erfahren Sie, welche vermeintlichen Tricks nicht zur Verhütung beitragen.

Das Portal bz-berlin.de hat einige fragwürdige Methoden zur Schwangerschaftsverhütung zusammengestellt und genauer untersucht. Jeder, der momentan lieber keinen Nachwuchs in die Welt setzen möchte, sollte sich diesen Faktencheck zu Gemüte führen.

Verhüten zwei Kondome besser als eins?

Wer vermeintlich ganz sicher sein möchte und einer einzigen Schicht nicht vertraut, kann schon mal auf die Idee kommen, lieber zum doppelten Kondom-Schutz zu greifen. Doch bringt es was, sich einen zweiten "Gummi" überzuziehen?

Mitnichten! Es ist nicht nur überflüssig, sondern kann auch genau das Gegenteil bewirken. Aufgrund der Reibung der beiden Kondome können sie leicht reißen oder herunterrutschen. Besser also ein passendes Kondom benutzen als zwei. Übrigens: Das beliebte Verhütungsmittel hilft nicht nur, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden, sondern schützt auch noch vor Geschlechtskrankheiten.

Passend dazu: Eine Studie hat herausgefunden, dass Männer bei bestimmten Frauen lieber auf das Kondom verzichten würden als bei anderen. Hier erfahren Sie, um welche es geht.

Ist es schlimm, einmal die Pille vergessen zu haben?

Ein weiteres Mittel zur Schwangerschaftsverhütung ist die Anti-Baby-Pille. Immerhin soll sie zu 99,9 Prozent eine ungewollte Überraschung verhindern. Doch was passiert, wenn die Pille - aus welchem Grund auch immer - mal nicht eingenommen wurde?

Bereits nach einer einmaligen Pause der Pille erhöht sich das Schwangerschaftsrisiko. Besonders gefährlich ist es, wenn sie gleich mehrmals nicht eingenommen wird. Die Wirkung lässt dann deutlich nach und die Pille bietet keinen Schutz mehr. In diesem Fall sollte auf jeden Fall zusätzlich mit Kondom verhütet werden.

Hilft das rechtzeitige "rausziehen"?

Wenn der Mann seinen Penis vor dem Höhepunkt herauszieht - auch "Coitus interruptus" genannt - ist das keine sinnvolle Möglichkeit zur Verhütung. Denn bereits davor können vereinzelte Spermien in die Vagina gelangen und zu einer ungewollten Schwangerschaft führen.

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Kann man während der Periode schwanger werden?

Auch wenn Frauen während der Periode nicht fruchtbar sind, sollten sie sich nicht darauf verlassen. Manche verzichten sogar bewusst in diesem Zeitraum auf die Verhütung. Doch das ist gefährlich: Spermien können nämlich bis zu sieben Tage lang in der Gebärmutter überleben und die Eizelle noch befruchten, nachdem die Periode vorüber ist. Das ist vor allem dann möglich, wenn der Samenerguss gegen Ende der Regel passiert und der nächste Eisprung relativ früh beginnt. Um einen ungewollten Kindersegen zu verhindern, sollte immer verhütet werden.

Hier erfahren Sie, warum Frauen beim Sex wirklich stöhnen.

Nicht schwanger während der Stillzeit?

Eine Binsenweisheit besagt, dass Frauen während der Stillzeit nicht schwanger werden können. Doch stimmt dieses Gerücht? In der Tat ist es so, dass bei einigen Frauen dabei der Eisprung ausbleibt - ohne Eisprung keine Schwangerschaft. Doch bei vielen stillenden Frauen setzt nach einiger Zeit wieder die Periode ein, und damit auch wieder der Eisprung.

Heißes Wasser verhindert eine Schwangerschaft?

Sex in der Badewanne kann romantisch sein, zur effizienten Schwangerschaftsverhütung ist diese Praxis jedoch ungeeignet. Dem Mythos zugrunde liegt der Fakt, dass die Spermien sehr empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren. Obwohl dies auch medizinisch nachgewiesen sei, können dennoch manche Spermien im Badewasser überleben und eine Schwangerschaft bewirken.

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Die Missionarsstellung ist zwar beliebt, aber auf Dauer doch etwas langweilig. Holen Sie sich Inspiration in dieser Fotostrecke.
Die Missionarsstellung ist zwar beliebt, aber auf Dauer doch etwas langweilig. Holen Sie sich Inspiration in dieser Fotostrecke. © iStock
"Hängende Gärten": Eine Abwandlung der klassischen Missionarsstellung. Mit einer Ausnahme: Die Frau lässt ihren Kopf über die Bettkante hängen - und schaut sich dabei die Welt verkehrt herum an.
"Hängende Gärten": Eine Abwandlung der klassischen Missionarsstellung. Mit einer Ausnahme: Die Frau lässt ihren Kopf über die Bettkante hängen - und schaut sich dabei die Welt verkehrt herum an. © picture alliance / dpa
"Die Schubkarre": Klingt nach Straßenbau, ist es aber nicht. Sie liegt auf dem Rücken, er kniet auf dem Boden und hebt ihre Hüften auf die entsprechende Höhe.
"Die Schubkarre": Klingt nach Straßenbau, ist es aber nicht. Sie liegt auf dem Rücken, er kniet auf dem Boden und hebt ihre Hüften auf die entsprechende Höhe. © pic ture alliance / dpa
"Die La-Ola-Welle": Er sitzt auf dem Sofa, wie beim Fußball schauen. Sie sitzt auf ihm drauf - und los geht&#39s.
"Die La-Ola-Welle": Er sitzt auf dem Sofa, wie beim Fußball schauen. Sie sitzt auf ihm drauf - und los geht's. © picture alliance / dpa
"Helikopter": Hier ist Übung, Kraft und Gelenkigkeit gefragt. Er liegt auf dem Bett, sie sitzt auf ihm und spreizt die Beine, sodass diese die Rotorblätter bilden. Dann hebt er sie hoch und dreht sie. Viel Erfolg!
"Helikopter": Hier ist Übung, Kraft und Gelenkigkeit gefragt. Er liegt auf dem Bett, sie sitzt auf ihm und spreizt die Beine, sodass diese die Rotorblätter bilden. Dann hebt er sie hoch und dreht sie. Viel Erfolg! © picture alliance / dpa
"Die chinesische Schlittenfahrt": Er liegt auf dem Rücken, sie liegt ebenfalls auf dem Rücken auf ihm drauf. Vergleichbar mit der Missionarsstellung.
"Die chinesische Schlittenfahrt": Er liegt auf dem Rücken, sie liegt ebenfalls auf dem Rücken auf ihm drauf. Vergleichbar mit der Missionarsstellung. © picture alliance / Grzegorz Momo
"Der Frosch": Während er wie ein Seerosenblatt auf dem Rücken liegt, geht sie in die Hocke und wippt auf und ab. Gut für die Beinmuskulatur!
"Der Frosch": Während er wie ein Seerosenblatt auf dem Rücken liegt, geht sie in die Hocke und wippt auf und ab. Gut für die Beinmuskulatur! © picture alliance / Silas Stein/d
"Der Schaukelstuhl": Sie sitzen sich im Schneidersitz gegenüber, die Beine umeinander geschlungen. Jetzt nur noch hin und her wippen - und fertig ist der Schaukelstuhl.
"Der Schaukelstuhl": Sie sitzen sich im Schneidersitz gegenüber, die Beine umeinander geschlungen. Jetzt nur noch hin und her wippen - und fertig ist der Schaukelstuhl. © pixabay
"Die Bootsfahrt": Er liegt auf dem Bett, während sie seitlich auf ihm sitzt und schaukelnd den Seegang bestimmt. Ahoi, Matrose!
"Die Bootsfahrt": Er liegt auf dem Bett, während sie seitlich auf ihm sitzt und schaukelnd den Seegang bestimmt. Ahoi, Matrose! © pixabay

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