Sensationsfund: Die Höhle der Lust

Bamberg/München - Nackte Frauen an der Höhlenwand? Ein archäologischer Sensationsfund gibt den Forschern große Rätsel auf.

Diese Rundungen, und daneben diese etwas längliche Form – mit etwas Fantasie kann man schon nachvollziehen, was unsere Steinzeit-Vorfahren in den Gesteinsformationen in einer Höhle im Landkreis Bamberg gesehen haben. Weibliche Körper und männliche Geschlechtsorgane nämlich!

Archäologischer Sensationsfund in Oberfranken

Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa
Forscher haben die ersten steinzeitlichen Höhlen-Gravuren in Deutschland entdeckt. Vor mehr als 10 000 Jahren ritzten Menschen sie in eine Höhle bei Bamberg. Hier sehen Sie die Bilder aus der Höhle und von deren Präsentation. © dpa

Die Form der Steine wirkte offensichtlich im doppelten Sinne anregend auf die vor etwa 10 000 bis 12 000 Jahren dort hausenden Neandertaler: Sie wurden künstlerisch tätig und ritzten zahlreiche Darstellungen von stilisierten nackten Frauen in die Höhlenwände. Das behauptet zumindest der Archäologe Bernhard Häck, Höhlen-Experte des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD), in der Zeit. Er geht mit seiner Deutung aber noch einen Schritt weiter: Das Herrenmagazin aus dem Spätpaläolithikum, spekuliert er, könnte darauf hinweisen, dass die Höhle ein „Ort der Lust“ war, in dem unsere Mehrfach-Ur-Großeltern Fruchtbarkeitsfeste feierten. Zustände wie im alten Rom, lange bevor es das alte Rom gab!

Landeskonservator Dr. Sebastian Sommer lehnt die erotische Interpretation der Linien und wiederkehrenden Muster allerdings ab: „Es ist ja schon schwierig nachzuvollziehen, was unsere Väter und Großväter zu irgendetwas gedacht haben“, sagte er am Donnerstag. „Da ist man sehr in der Gefahr, sich zu verrennen.“

Egal, was sie wirklich bedeuten: Die Striche in der Höhlenwand sind eine archäologische Sensation, handelt es sich doch um den ersten Fund steinzeitlicher Höhlenkunst in Deutschland! Das gab am Donnerstag das BLfD bekannt. In Südfrankreich und Nordspanien gäbe es vergleichbare Höhlen, doch die oberfränkische sei nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern in ganz Zentraleuropa die erste mit dieser historischen Bedeutung.

Die etwa 80 Meter lange Höhle selbst hatten Forscher bereits 1991 entdeckt. Sie beeindruckt durch vielfältige Gesteinsformationen, die sich in den vergangenen 150 Millionen Jahren gebildet haben: Nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“ löste eindringendes Wasser den Kalkstein nach und nach auf und gestaltete ihn auf diese ganz besondere Weise, die die Neandertaler möglicherweise als sinnlich empfanden. Die Ritzzeichnungen selber, mit Steinwerkzeugen in den Fels gehauen, sind jedoch so schwer zu erkennen, dass sie lange Zeit unbeachtet blieben.

UFOs? Von wegen! Himmelsphänomene und ihre Ursachen

Wenn in Werner Walters Ufo-Zentrale in Mannheim das Telefon klingelt, kann er manche Himmelsphänomene ganz einfach erklären. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl. © dpa
HALE-BOPP: Er schrieb Geschichte: Hale-Bopp war für mehrere Jahrzehnte einer der hellsten und meist beobachtesten Kometen. Erstmals wurde er am 23. Juli 1995 unabhängig voneinander von Alan Hale und Thomas Bopp in den USA entdeckt. Kometen sind Schweifsterne, die die Sonne auf Bahnen umlaufen und zum Großteil aus kleinen, locker verbundenen Staub- und Mineralienteilchen sowie Eis bestehen. © dpa
Sie können einen Durchmesser bis zu 100 Kilometern haben. Wenn der Komet ins Sonnensystem dringt, entreißt ihm der Sonnenwind Gaspartikel, und der Schweif ensteht. © dpa
POLARLICHTER: Polarlichter sind rote, grüne oder blaue schweifhafte, größflächige Lichterscheinungen, die im Bereich der Pole fast täglich vorkommen. Sie entstehen, wenn Elektronen oder andere geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und schließlich als ein Strom in Spiralen entlang auf die Erde treffen. © dpa
Mark Vornhusen von Meteomedia: „Für gewöhnlich werden sie durch das Magnetfeld zu den Polen gelenkt. Wenn aber etwa alle 11 Jahre die Sonne ihre stärkste Aktivität hat, gerät das Magnetfeld durcheinander, und die Polarlichter können auch bei uns erscheinen – das ist übrigens in ein, zwei Jahren wieder der Fall.“ © dpa
GLÜHENDE HIMMELSSPINNE: Von der spektakulärsten UFO-Sichtung hat im November 2009 eine Lufthansa-Crew auf der Strecke zwischen Norwegen und Grönland berichtet. Ufologe Walter klärte damals auf, dass in ihrer Sichtweite der russische Spionagesatellit Kosmos 2455 gestartet war. © dpa
Eispartikel im Raketenschweif und die nur sehr niedrige Umlaufbahn von 195 Kilometern sorgten unter spezieller Beleuchtung für diese glühende Himmelsspinne. © dpa
VENUS: Ein leuchtendes rundes Objekt, das für einen Stern viel zu hell leuchtet! Wenn Augenzeugen dieses Phänomen beobachten, sei es oft die Venus, erklärt Wetterexperte Marc Vornhusen: „Ist sie nahe an der Sonne, sieht man sie nicht. In den Abend- oder ganz frühen Morgenstunden aber kann man sie hell leuchtend tief am West- beziehungsweise Ost-Horizont sehen.“ © dpa
Dieses Foto zeigt einen über Singapur © dpa
DIE ISS: Die Internationale Raumstation kreist in 350 Kilometern Höhe alle 90 Minuten um die Erde. © dpa
Wenn die ISS unsere Breiten überfliegt, erscheint laut Ufologe Werner Walter ein gelbliches Licht „etwas größer als ein Scheinwerfer“, das minutenlang von Westen nach Osten zieht. © dpa
DIE HALOS: Ein Halo (vom griechischen „Halo“ für „Mond“ oder „Sonne“) ist ein Lichteffekt, der durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen in Cirrus-Wolken, an fallenden Schneekristallen oder im Eisnebel entsteht. © dpa
Der Effekt kann laut Vornhusen bis zu 30 unterschiedliche Formen haben. © dpa
„Je nach Form der Kristalle, nach dem Winkel, in dem das Licht auf die Kristalle trifft und nach der Windstärke entstehen am Himmels weißliche oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Flecken.“ © dpa

Darüber ist Dr. Sommer auch froh, denn immer wieder zerstören Höhlenbesucher unabsichtlich oder aus purer Lust am Vandalismus archäologische Funde. Da war es günstig, dass die etwa 80 Meter lange Sensations-Höhle (deren genaue Lage nicht verraten wird, da sie sich in privatem Besitz befindet) so schwer zugänglich ist. Zum Schutz der steinzeitlichen Kunstwerke wird die Höhle jetzt verschlossen, die Linien im Stein mithilfe komplizierter Ausleuchtungsverfahren und 3-D-Einmessungen weiter untersucht. Demnächst wissen wir dann vielleicht noch mehr über den vermeintlichen Steinzeit-Playboy an der Höhlenwand.

HN

Auch interessant

Meistgelesen

Krass: Micaela Schäfer packt pikante Details über ihr Liebesleben aus
Krass: Micaela Schäfer packt pikante Details über ihr Liebesleben aus

Kommentare