Sex und Gender

Poly, Trans, Queer? Was hinter den sexuellen Orientierungen steckt

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Ampelmännchen machen es vor: Unsere Gesellschaft ist vielfältig, was Sexualität betrifft.

Neben der heterosexuellen Orientierung gibt es eine Menge weiterer Ausrichtungen. Schwul und lesbisch gehören zu den geläufigsten - doch es gibt da einige mehr.

Unsere Gesellschaft ist vielschichtig geworden - und so verhält es sich auch mit der Sexualität der Menschen. Was vor einigen Jahren noch grob als "hetero" und "homo" eingeordnet wurde, fällt angesichts der Vielfalt an sexuellen Orientierungen heute nicht mehr so leicht. Schnell geht da der Überblick verloren - und auch die Angrenzung geht nicht jedem leicht von der Hand, zumal sich die Begrifflichkeiten auch von Land zu Land unterscheiden. Die sexuelle Orientierung ist ein Themenbereich, welches von vielen Wissenschaftlern untersucht wird und nach neuen Erkenntnissen angepasst wird.

Vor allem die Psychologie und die Gender-Studien sind darin bemüht, das komplexe Thema wissenschaftlich zu beleuchten. Dabei ist die Gender-Forschung keine Erfindung der letzten Jahre. Erste akademischen Texte dazu erschienen bereits im 19. Jahrhundert.

Experten unterscheiden dabei unter Geschlechtspartner-Orientierung, Geschlechtsneigung, sexuelle Präferenz oder auch sexueller Identität. Die Themengebiete können sich dabei je nach Auslegung auch überschneiden. Wichtige Kriterien sind dabei das Reproduktionsinteresse, Emotion, romantische Liebe, Sexualität und Zuneigung. Außerdem ist die Orientierung nicht statisch, kann sich verändern und ist äußeren Umständen unterworfen.

Den Hintergrund der verschiedenen Sexualitäten erläutert der Sozialwissenschaftler Volkmar Sigusch im Gespräch mit spiegel.de: "Vor allem jüngere Frauen wollen heute immer weniger mit der von Anfang an männlichen Einteilung in entweder heterosexuell oder homosexuell zu tun haben." Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Einteilungen im Überblick vor.

Sexuelle Orientierungen im Überblick

Wenn hier von Geschlecht die Rede ist, muss zwischen der biologischen einerseits und der sozialen und psychologischen Seite andererseits unterschieden werden. Im Englischen wird hier zwischen "sex" und "gender" unterschieden.

  • Heterosexuell: emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu gegengeschlechtlichen Menschen.
  • Homosexuell/schwul/lesbisch: emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu gleichgeschlechtlichen Menschen.
  • Bisexuell: emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Menschen beiden Geschlechts.
  • Polysexuell: emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Menschen mehrerer Geschlechter, jedoch nicht zu allen.
  • Pansexuell:  emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Menschen jeglichen Geschlechts.

Ferner gibt es noch folgende Orientierungen:

  • Androphil: überwiegend emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Männern.
  • Gynäkophil: überwiegend emotionale, romantische und/oder sexuelle Anziehung zu Frauen.

Letztere werden vor allem bei der Beschreibung von transgender, transsexuellen und intersexuellen Menschen verwendet.

Was steckt hinter Asexualität?

Auch die Asexualität wird vom US-Sexualforscher Alfred Charles Kinsey dazugerechnet, obwohl der Begriff oft nur das Fehlen der sexuellen Praxis an sich beschreibt und dabei die emotionalen und romantischen Aspekte vernachlässigt werden. Der Wissenschaftler kategorisierte asexuelle Menschen als solche, die weder von Männern noch von Frauen angezogen oder sexuell erregt werden.

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Sexuelle Identität: Was ist der Unterschied zur Orientierung?

Neben den Begriffen der sexuellen Orientierung gibt es noch eine Reihe weiterer Kategorien, die aus dem Bereich der sexuellen Identität stammen und nicht mit der Orientierung zu verwechseln sind.

Dazu zählen:

  • Transgender: Menschen mit andersgeschlechtlicher oder geschlechtsneutraler Identität oder Rollenverhalten.
  • Transsexuell: Menschen mit gegengeschlechtlicher Identität.
  • Intersexuell: Menschen mit nicht eindeutig weiblichen oder männlichen Geschlechtsmerkmalen.

Der Begriff des Transvestitismus bezeichnet lediglich das Tragen der Bekleidung des jeweils anderen Geschlechts.

Was bedeutet "queer", "genderfluid" und "LGBT"?

Das Wort "queer" (engl.: seltsam, verschroben) wurde einst als Schimpfwort gebraucht, um Leute aus der heteronormativen Gesellschaft auszugrenzen, welche nicht in das gängige Spektrum der Sexualität passten. Während der 80er und 90er Jahre vereinnahmten Aktivisten aus der schwulen und lesbischen Bewegung das Wort für sich und konnten es positiv besetzen. "Queerness" ist seitdem ein Sammelbecken für all jene, die sich selbst als schwul, lesbisch, bisexuell, transgender, pansexuell, asexuell und polyamorös bezeichnen. Gemeinsames verbindendes Element ist dabei die Abgrenzung zum gesellschaftlichen Zwang der Heterosexualität und das freie Ausleben seiner sexuellen Identität.

Die englische Abkürzung "LBGT" ist ein Sammelbegriff und steht kurz für "lesbian", "gay", "bisexual" und "transgender". Im deutschen Sprachraum wird der Begriff teils auch erweitert zu "LSBTTIQ": Neben Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen finden sich darunter auch Transgender, Intersexuelle und queere Menschen. Auch sie vereint die Abgrenzung zur Heteronormativität.

Ein relativ junger Begriff, der an US-Hochschulen seinen Ursprung findet, ist "genderfluid". Hier gibt es keine klaren Abgrenzungen, sondern fließende Übergänge, welche auch variieren. Eine genderfluide Person wechselt dabei ihr Geschlecht - täglich, wöchentlich oder in anderen zeitlichen Abständen.

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mil

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Männer, seid ruhig auch mal forscher! Frauen mögen es, genommen zu werden und zum Beispiel auf den Boden oder an die Wand gedrückt zu werden – natürlich ohne Brutalität. Handfeste Berührungen sind erregend, am besten im Wechsel mit Zärtlichkeiten. © iStock
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Jeder Mann liebt Oralverkehr. Einmal weil die Frau sich in diesem Augenblick unterwirft, zum anderen wegen der vielen Möglichkeiten. Der Mund kann Unterdruck erzeugen und saugen, dazu kommt die bewegliche Zunge, die zusätzlich stimulieren kann. © iStock
TIPP FÜR IHN 2: Den Höhepunkt verstärken: Der Mann kann den Orgasmus herauszögern, indem er immer kurz zuvor innehält. Das kann erstens sogenannte trockene Orgasmen erzeugen und zweitens empfindet er den endgültigen Höhepunkt dann viel intensiver.
Den Höhepunkt verstärken: Der Mann kann den Orgasmus herauszögern, indem er immer kurz zuvor innehält. Das kann erstens sogenannte trockene Orgasmen erzeugen und zweitens empfindet er den endgültigen Höhepunkt dann viel intensiver. © Fotolia
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Enge erzeugen: Gerade bei der Missionarsstellung hat die Frau einige Möglichkeiten, den Penis stärker zu stimulieren, indem sie die Vagina verengt. Zum Beispiel durch das Schließen oder Überkreuzen der Beine oder indem sie die Beine über seine Schulter eng um den Hals legt. © Fotolia
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