"Penissticker" statt Kondom

Achtung: Experten warnen vor diesem kuriosen Schlafzimmer-Trend

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Es soll nun eine Alternative zum Kondom geben - doch sie ist alles andere als sicher.

Bei jungen Menschen in den USA wird eine neue Verhütungsmethode immer beliebter - doch Experten sind davon nicht begeistert. Was steckt dahinter?

Wenn es um Verhütung geht, werden viele Menschen kreativ. Dabei kann es so einfach sein: Es gibt bewährte Methoden - wie beispielsweise das gute alte Kondom - welche nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, sondern auch vor fiesen Geschlechtskrankheiten schützen.

Viele scheuen sich jedoch davor, Kondome zu benutzen - aus welchen Gründen auch immer. Eine aktuelle Studie hat sogar herausgefunden, dass Männer bei einem bestimmten Frauentyp lieber dazu neigen, den Gummi einfach mal wegzulassen. Und auch der höchst umstrittene Sextrend "Stealthing", wegen dem auch schon rechtliche Verfahren eingeleitet wurden, zeigt dass es im Bereich Safer Sex durchaus Erklärungsbedarf gibt.

"Penissticker" statt Kondom? Experten warnen vor neuer "Verhütungsmethode"

Jetzt schwappt ein neuer Verhütungstrend aus den USA nach Europa. Der "Jiftip" ist ein Sticker, der als Präservativ verkauft wird, und aufgeklebt auf die Penisspitze die Ejakulation stoppen soll. Er verschließe angeblich den Ausgang der Harnröhre, sodass keine Spermaflüssigkeit austreten kann. Stattdessen soll das Ejakulat in der Harnröhre stecken bleiben.

Doch Experten sind alles andere als begeistert von diesem Produkt, bei welchem man sich laut Herstellerangaben "neu in den Sex verlieben" soll. Vielmehr sollten Nutzer sich mit einem ungewünschten Kindersegen anfreunden, denn der Penissticker bietet nur trügerische Sicherheit.

Passend dazu: Hilft Sex in der Badewanne? Verhütungsmythen im Check.

Selbst der Hersteller warnt davor

Das Unternehmen wirbt mit Gefühlsechtheit - doch bei der Sicherheit kommen berechtigte Zweifel auf. Und in der Tat: Der Hersteller erklärt in einem Hinweis selbst, dass der Penissticker kein Ersatz für das Kondom sei. "Jiftip ersetzt keine Kondome. Riskiert es nicht," gestand sich der Hersteller ein. Es handle sich bei der kuriosen Erfindung lediglich um einen "Prototypen".

Kein Schutz vor ungewollten Schwangerschaften oder Geschlechtskrankheiten

Bei dem kleinen Aufkleberchen bleibt der Schaft des Glieds frei - was für viele Männer vermutlich zunächst schmeichelhaft klingt. Doch auch hier verbirgt sich ein Haken, denn damit schützt der "Jiftip" nicht vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten wie HIV oder Herpes - vor ungeplanten Schwangerschaften ganz zu schweigen. Viele Geschlechtskrankheiten werden nämlich oft durch kleine Verletzungen im Intimbereich übertragen.

Außerdem kann der zurückgehaltene Samen zu negativen Auswirkungen im Penis führen. Der Urologe Volker Wittkamp erklärte dem Vice-Magazin, dass dabei Entzündungen und Verstopfungen der Harnröhre entstehen könnten. 

Doch wofür soll dieser "Prototyp" dann eigentlich überhaupt gut sein? Die Herstellerseite nennt einen Grund, der jedoch stutzig machen sollte. Es gehe dabei nämlich schlicht und einfach um "das Vergnügen, die Bequemlichkeit, aus Neugierde für das Neue oder Unterhaltung." Na dann...

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Sex-Gen und G-Punkt: Die irren Erkenntnisse der Forscher

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