Fremdgehen steht hoch im Kurs

So schamlos! Pikante Sexstudie veröffentlicht

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Zwischenmenschlich wird es in Deutschland immer unzüchtiger.

München - In einer Umfrage decken zwei Online-Portale den Wandel der Sexualmoral in Deutschland auf. Fremdgehen steht dabei hoch im Kurs.

"Schamlos? Sexualmoral im Wandel" heißt die Ausstellung, die seit Ende Mai und noch bis Mitte Februar im Haus der Geschichte in Bonn stattfindet. Inspiriert vom Titel der Messe haben die Online-Portale Poppen.de und Dating-Kompass.de knapp 20.000 Männer und Frauen aus Deutschland zu ihren heutigen und früheren Sexualpraktiken und Moralvorstellungen befragt. Die Fragestellung lautete: "Hat sich Deine Sexualmoral heute, im Gegensatz zu früher gewandelt?"

So unterziehen sich die Frauen dem sexuellen Wandel

Für treue männliche Beziehungspartner ist das Ergebnis besorgniserregend. Mit einem Höchstwert von 16 Prozent gaben die Frauen zu: Ja, heute habe ich neben meiner Beziehung noch heimliche Affären. Neun Prozent gestanden, in einer offenen Beziehung zu leben. Zehn Prozent besuchen im Gegensatz zu früher Swingerclubs, Sexkinos oder Rastplätze und elf Prozent sind heute BDSM (oft auch als Sado-Maso bezeichnet) oder Fetisch-Praktiken zugetan. Außerdem bestätigten sieben Prozent, jetzt auch bi- oder gleichgeschlechtlichen Sexerlebnissen nachzugehen, zehn Prozent haben demnach mittlerweile "flotte Dreier" oder Gruppensex. 

Somit haben sich 63 Prozent der Frauen einem sexuellem Wandel unterzogen. Ob in die richtige Richtung, darf jeder für sich selbst beantworten. Nur acht Prozent der Frauen gaben an, dass sich nichts geändert hat und sie konservativ geblieben sind. Und für stolze 30 Prozent hat sich nichts verändert, weil sie bereits früher sexuell sehr aufgeschlossen waren.

Die Männer sind nicht besser

Doch auch die Frauenwelt kann sich nicht sicher sein, ob der Lebenspartner wirklich "Überstunden" machen muss. Denn sogar 28 Prozent der Männer führen heute neben der eigenen Beziehung noch heimliche Affären - ebenfalls Bestwert. Vier Prozent leben in einer offenen Beziehung und sieben Prozent besuchen Swingerclubs, Sexkinos oder Rastplätze. Von BDSM oder Fetisch-Praktiken sind sechs Prozent angetan. Zwölf Prozent gestatten sich mittlerweile auch bi- oder gleichgeschlechtliche Sexerlebnisse und sechs Prozent haben Dreier und Gruppensex. 

Demzufolge hat sich auch für 63 Prozent der Männerwelt das Sexualleben verändert. Auch hier darf jeder die Art des Wandels selbst beurteilen. Analog zu den Frauen hat sich für 30 Prozent des männlichen Geschlechts nichts geändert, da sie schon immer sexuell aufgeschlossen waren, die übrigen sieben Prozent sind konservativ geblieben. 

Das hat die Penislänge mit heimlichen Affären zu tun

Mit zunehmendem Alter gönnen sich mehr Männer neben der eigenen Frau zusätzlich eine Geliebte. Gaben die 18- bis 27-Jährigen mit 23 Prozent an, neben der eigentlichen Beziehung noch eine heimliche Affäre zu haben, steigt der Wert kontinuierlich bis auf 30 Prozent bei den 58- bis 67-Jährigen. Auch ein langer Penis sorgt anscheinend für zusätzliches Selbstvertrauen beim Anbandeln. Bei einer Gliedlänge von 17 und 18 Zentimetern bestätigten 31 Prozent der Männer ein Techtelmechtel abseits der Partnerin zu haben. Ab 19 bis über 20 Zentimetern sind es immer noch 30 Prozent. Bei bis zu 16 Zentimetern Penislänge (28%) ist der Prozentsatz abfallend. "Nur" noch 18 Prozent der Männern mit einem Gliedmaß von bis zu zehn Zentimetern beglücken eine weitere Frau. Männer mit einem kleineren Penis stehen insbesondere auf BDSM, Fetisch-Praktiken und auf gleichgeschlechtliche Sexerlebnisse.

So alt sind die meisten Fremdgeherinnen

Heimliche Affären neben einer Beziehung sind am attraktivsten für Frauen zwischen 38 und 47 Jahre. An zweiter Stelle folgt die Altersklasse 48 bis 57. Mit zunehmendem Alter erkennt man unter den Frauen außerdem einen klaren Trend gegenüber offenen Beziehungen von sechs Prozent bei den 18- bis 27-Jährigen bis zehn Prozent bei den 58- bis 67-Jährigen. Bei den reiferen Frauen (58 bis 57 Jahre) sind zudem Dreier und Gruppensex mit 16 Prozent am beliebtesten, während sich BDSM und Fetisch-Praktiken als leichter Trend unter den jüngeren Frauen erkennen lassen.

Fremdgeh-Oasen: Auch Bayern vorne dabei

Thüringen ist laut der Studie der Ort, wo es mit Abstand die meisten Frauen mit heimlichen Affären gibt (28%). Gefolgt von Baden-Württemberg (21%) und Bayern (20%). Am züchtigsten leben die Hamburgerinnen. Nur acht Prozent unterhalten in der Hansestadt eine Affäre. Ob die norddeutschen Damen jedoch wirklich treue Seelen sind, ist unsicher, denn hier geben die meisten Frauen an, dass sie schon immer sexuell aufgeschlossen waren (36%). 

Die Mehrheit der Männer mit einer zusätzlichen Bettgespielin findet man in Baden-Württemberg (30%). Knapp gefolgt von Hessen (29%) und Bayern (28%). In Bremen leben der Umfrage zufolge die anständigsten Männer. Dort gaben "nur" 24 Prozent des männlichen Geschlechts an, eine heimliche Geliebte zu besitzen.

Für weitere Informationen zum Wandel der Sexualmoral dürfen Interessierte die kostenfreie Ausstellung in Bonn besuchen. Diese findet ironischerweise noch bis zum Valentinstag 2016 statt.

deu

Quelle: lust-tz

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